Reply To: Beolab 4000 – Taugen die was? Vergleich mit Beolab 6000 etc..

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So unterschiedlich sind die Höreindrücke… ich finde Beolab 4000 und 6000 geben sich klanglich nicht sehr unterschiedlich voneinander.
Von Audiophil kann jedoch keine Rede sein. Die Beolab 4000 klingen bei uns in einer großen Küche aber tatsächlich irgendwie angenehmer als die 6000er die wir dort zum Vergleich ebenfalls aufgestellt hatten.
Die 4000er sind schon relativ warm abgestimmt, daher kann ich den “Schock” zu den schonungslos entlarvenden Beolab 1 nachvollziehen. Die Beolab 1 befinden sich klanglich aber in einer weitaus höheren Liga als 4000, 6000 und 8000. Die Beolab 1 klingen dermaßen analytisch, klar und differenziert, dass sie im Vergleich auch mit guten Studiomonitoren mithalten können. Wenn man das nicht gewohnt ist, ist das wirklich eine Überraschung, für meine Ohren aber eine sehr positive.
Nachteil: Mist rein = Mist raus. Miese Aufnahmen oder Dateiqualität wird bei diesen Lautsprechern auf dem Silbertablett um die Ohren gehauen. 🙂

Da sind die einfacheren Modelle 4000, 6000 und 8000 “ohrenfreundlicher” abgestimmt und kaschieren qualitative Probleme des Quellmaterials auf angenehme Art und Weise ohne der Musik den Spaß zu nehmen. Jedoch nur bis zu einer bestimmten Raumgröße. In unserer Küche (ca. 30 Quadratmeter) wirkt der Klang o.g. Lautsprecher schon etwas verloren. Da musste ein Subwoofer dazu und schon passt’s. Ich hätte auch Beolab 1 in die Küche gestellt… aber dann hört die Toleranz meiner Frau doch irgendwo auf. 😉

Immer unter der Voraussetzung, dass keinerlei Klangeinstellung an der Anlage erfolgt und das Signal neutral wiedergegeben wird (ohne Loudness, verstellten Bass oder verstellte Höhen). Da spielen die Beolab 1 alles an die Wand, benötigen aber – wie auch die anderen B&O Säulen – einen Subwoofer.
Natürlich spielen immer auch die Räumlichkeiten eine nicht zu unterschätzende Rolle. Im alten Wohnzimmer mit offener Galerie und Dachschrägen haben die Beolab 1 trotz Subwoofer nur an 2-3 Hörpositionen Spaß gemacht – selbstverständlich NICHT da wo man sitzt. 😀
Im neuen Haus mit “normalen” Räumen in Reckteckform ist es weitaus unproblematischer und macht wieder Spaß.

Man kann die 4000er sehr wohl mit Subwoofern eines Fremdherstellers bereichern um ihr Klangbild nach unten hin abzurunden und ihnen durch die Entlastung mehr Volumen zu spendieren. Die Auswahl an Subwoofern ist doch gigantisch groß! Von Designervarianten bis zum Erdbebenkaliber ist auf dem Markt alles verfügbar.

Die teils konträren Höreindrücke von “Die Bogener” verdeutlichen, dass der subjektive Höreindruck wichtig ist.
Die eigenen Ohren sollten das “Werkzeug” Deiner Auswahl sein.
Wenn die Möglichkeit besteht:
Alle Wunschlautsprecher in den Zielraum stellen und dort miteinander probehören. Alles bei gleicher Lautstärke, keine Klangveränderung (alle Regler, Einstellungen neutral) und an der selben Position.
Dann hörst Du sehr schnell welcher Lautsprecher dir in dem Raum zusagt und welcher nicht – mitunter mit überraschendem Ergebnis.

Wichtig ist doch, dass jedem “seine” Lautsprecher Freude an der Musik bereiten!